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Fensterglas

 

 

 

Unglaublich .. 

Ich bin erschüttert und ich frage mich haarsträubend ob es zur Zeit einfach am sinnvollsten wäre, wenn sowohl Alles als auch Gar Nichts die Klappe halten und sich stumm in die Ecke stellen.
Ohne Witz ..
Ich weiß nicht wie ich eine Definition zu einer Sache liefern soll, die ich noch nie zuvor in meinem Leben definieren musste.
Und seltsamerweise habe ich das Gefühl ich kann sie nicht definieren.
Mal abgesehen davon, dass mein Kopf leerer ist als leer und ich sowieso während des schreibens nicht den Hauch einer Ahnung habe worüber ich schreibe.
Ist das nicht aufregend ?
Wie ein Überraschungsei .. wahnsinn !

Ich komm mir zur Zeit vor, wie ein Tier im Käfig.
Ich wandele umher ohne Rast und Ruh und ich sehe noch nicht einmal das richtige Ziel vor meinen Augen. Was auch immer es ist, es ist krank machend. Irgendwie.
Nennt es paranoid oder naiv.
Nennt es alle wie ihr wollt ..

Ich nenne es Erinnerungen ..

Jemand ganz weises sagte einst zu mir ..
'Erinnerungen sind das kostbarste was wir besitzen. Wir sollten sie mehr behüten, als alles andere in unserem Leben.'

Sonderbar nicht ?
Das ich genau diesen Rat befolgt habe und nicht schlauer bin ?
Das ich nicht weiß, ob ich diese Erinnerungen heraus lassen will ..

Ich weiß noch ..
Es war genau so ein verregneter Tag wie heute und der Nebel hob sich kaum über die Gipfel.
Es war grau und nass .. obwohl es Juni war.
Und .. du meinstest zu mir, ich solle mit dir kommen.
Ich war so schrecklich jung und gutgläubig, du hättest damals alles mit mir anstellen können. Das du das nie gemerkt hattest.
Ich sehe sie noch vor mir, die Stufen hinauf in die Wohnung, sie waren aus Holz und auf der untersten Stufe lag eine feine Staubschicht, die sich nur deshalb dort befand, weil ihr die erste Stufe immer übersprungen hattet.
In Ausreden warst du immer der beste.
Unverkennbar.

Und ich sehe sie noch genau vor mir ..
Die schlichte Innenausstattung, die verwüstete Küche, die nach abgestandenem Zigarettenrauch roch, das leise Tropfen des Wasserhahns hat sich fest gesetzt in meinem Kopf und ich kann es kaum noch zurück holen, es kostet viel Anstrengung.
Ich weiß noch wie der Flur aussah.
Rechts und Links standen Koffer und Taschen .. mitten im Weg .. wahrscheinlich lag es genau daran, dass ich nie mit deinem Leben tauschen wollte.
Und dann .. das Wohnzimmer ..
Über der Lehne des Sofas hingen Klamotten  ..
Auf dem Tisch stand ein überfüllter Aschenbecher .. daneben lagen lose Blätter auf denen Noten gekritzelt waren und ein Chaos aus Feuerzeugen und Schulkram häufte sich Stapelweise auf der braunen Ablage.
Eine Gitarre stand angelehnt am Tisch und die Tassen hatten schon einen hartnäckigen Kaffeesatz gebildet.

Verrückt, nicht ?
Ich sehe es noch alles. Detailliert und haargenau.
Und ich weiß noch, der Ausblick vom Balkon, auf die Berge ..
Der Nebel hüllte sie zwar ein, aber es war dennoch schön, ich konnte die Gebirgskette erahnen, auch ohne sie zu sehen.
Ich weiß noch, wie mich der leichte Nieselregen im Gesicht traf, auf den Lippen, wie sich deine Arme von hinten um meine Taille schlängelten und wie sie mich an dich pressten und wie du zum unendlichsten Male versuchtest mich zum bleiben zu bringen.
Ich habe mir deinen Geruch im Gedächtnis abgespeichert und wohl auch den Sinn deiner Worte. Weiß noch immer wie gut sich deine Arme anfühlten und wünschte, sie würden es noch heute tun.

Und dann .. das Gefühl deiner Lippen .. unser zweiter Kuss ..
Viel zu kurz .. zu unerfahren .. zu leise ..
Ich erinnere mich an braune Augen die mich streiften, die dich kess neckten, die abschätzig über mein Antlitz huschten und nur müde und gestresst die Tasche in die Ecke warfen.
Ich weiß noch .. wie anmutig der Gang wirkte, wie gestreckt die breiten Schultern wirkten und wie sich ein nervöses Zucken in meinem Magen ergoss, welches dich lachen ließ.
Du hast oft gelacht, wenn wir zusammen waren.

Ich frage mich ..
Jetzt .. wenn ich die Regentropfen an der Scheibe entlang rinnen sehe .. ob es nochmal so sein kann wie einst.
Und erinnere mich an den einen Tag, an dem wir zusammen vor einer verregneten Scheibe sassen und gedankenverloren den Tropfen folgten .. mit den Zeigefingern ..
Und der Zufall, unsere Finger aufeinander stießen ließ ..

Jeder Weg verläuft auf dem gleichen Pfad ..
Nur dieses Mal wandert mein Zeigefinger alleine, eine einsame Route. Und wo auch immer du bist und was ist ..

Lass mir noch ein klein wenig Zeit ..
Meine Welt würde zerbrechen und ich will nicht erneut von solchen Trümmern begraben werden.

Ich vermisse dich ..
Sehe die Umrisse des Hauses noch vor mir .. sehe die Umrisse deiner Lachfalten und der Lippen ..
Und höre noch immer deine freche, übertragene Stimme, die mich neckend zum Wahnsinn treibt ..

Ich weiß, die Zeit ist nah ..
... man sieht sich immer zweimal im Leben ...

Und ich hab nie aufgegeben daran zu glauben ... nie

 

 


5.5.09 19:31
 


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